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Wie wird man Bergretter oder Bergretterin?
Wir brauchen Sie, wenn die Voraussetzungen passen. Hier sind einige Informationen, um Klarheit zu geben ...

Von Markus Zott ...

Grundsätzlich gibt es im Österreichischen Bergrettungsdienst nur ehrenamtliche Tätigkeiten und Funktionen. Das reicht vom Bundesverbandspräsidenten über die sieben Landesleiter, unsere Fachreferenten auf mehreren Ebenen bis hin zu Ortsstellenleitern, Einsatzmann- und „frau“schaften, Anwärtern und Newcomern.

Sorry, keine fixen Jobs bei uns!
Berufsanstellungen gibt es im ÖBRD nur äußerst wenige. Diese betreffen ausschließlich administrative Bereiche in unseren sieben Landesleitungen, wo der Büro- bzw. zum Teil der Organisations- und Ausbildungsbetrieb nur mit hauptamtlichen Kräften möglich ist. Generell eignet sich der Bergrettungsdienst für Jobsuchende von außerhalb NICHT als Berufslaufbahn im Broterwerb. Es gibt KEINE Bezahlung für unsere bundesweit rund 11.000 ehrenamtlich einsatzbereiten Männer und Frauen.

DOCH VORTEILE MUSS ES FÜR SIE JA AUCH GEBEN: Als Mitglied im Bergrettungsdienst haben Sie großen Anteil an unserem Gemeinschaftsleben und den Erfolgserlebnissen, die wir ihnen bei Ausbildung, Übungen und Einsätzen zwangsläufig vermitteln können. Sie haben auch Anteil an dem sehr positiven Image, das der ÖBRD nicht nur auf regionalen Ebenen sondern auch im In- und Ausland genießt. Bergretter oder Bergretterin zu sein ist im Grunde auch ein Lebensstil! Bei der Bergrettung zu sein schützt viele letztlich auch nachhaltig vor Übergewicht, schlechter körperlicher Verfassung, Sinnkrisen und möglichen anderen Tiefpunkten unseres Lebens. Natürlich muss man/frau auch selbst einiges dafür tun - eine Herausforderung!

Derzeit gibt es bundesweit 292 Ortsstellen. Für die Aufnahme von Nachwuchsleuten gelten einheitliche Kriterien: 

- Entsprechender Bedarf einer ÖBRD-Ortsstelle
- Klettern im III. Schwierigkeitsgrad im Vorstieg und Fähigkeit zum sicheren Tourenskilauf im hochalpinen Gelände
- Zeitliche Verfügbarkeit für Einsätze und Ausbildung
- Körperliche und geistige Eignung
- Ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeit
- Mindestalter: vollendetes 16. Lebensjahr, Höchstalter 45 Jahre
- Bei Bewerbern unter 18 Jahren ist das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten eine Voraussetzung.

Was tun?
1. Sie nehmen mit unserer Ortsstelle Kontakt auf, die in Ihrer Heimatgemeinde tätig ist bzw. falls dort keine vorhanden ist – die nächstgelegene in der Region, in der Sie leben und/oder arbeiten. Falls Sie zusätzliche Informationen über die geografische Verteilung unserer Ortsstellen benötigen: Diese liefern unsere jeweils zuständigen Landesleitungen für Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Niederösterreich/Wien.

2. Vereinbaren Sie einen Termin mit der jeweiligen Ortsstellenleitung oder deren Ausbildungs- bzw. Einsatzleitung. Legen Sie am besten Tourenberichte über ausgiebige alpinistische Tätigkeiten vor, berichten Sie über Ihren persönlichen und beruflichen Hintergrund. Wenn es für beide Seiten passt, erhalten Sie schon am Beginn einen Mitgliedsausweis des ÖBRD. Sie sind damit bereits aktives Bergrettungsmitglied. Das ist aber nur der Anfang.

3. Ausbildung: Nun folgen die relativ zeitaufwändigen Schritte der Ausbildung, für die Sie auch Geduld aufbringen müssen. Denn jeder der vier Kurse umfasst rund eine Woche, für die Sie sich frei nehmen müssen.

Man unterscheidet zwischen der Ausbildung in der Ortsstelle und verpflichtend zu besuchenden Kursen der jeweiligen Landesleitung. In der Ortsstelle wird jährlich ein Schulungsprogramm erstellt, in dem man gewisse Vorträge, Übungen, und Schulungen im Rahmen der Ortsstelle besucht. Dazu gibt es auch bezirksinterne Übungen, bei denen meist mehrere Ortsstellen gemeinsam ein Szenario absolvieren.

Zusätzlich wird von der Ortsstellenleitung entschieden, wann man die Spezialkurse der Landesleitung besuchen darf. Diese sind thematisch, didaktisch und methodisch zum Teil von Bundesland zu Bundesland verschieden. Grundsätzlich sind aber drei verschiedene Kurse zu absolvieren:

- Winterkurs
- Sommerkurs
- Eiskurs

Zusätzlich muss man eine erweiterte Ausbildung in Erster Hilfe und Alpinmedizin absolvieren, die beim Roten Kreuz oder bei eigenen Kursen der ÖBRD-Landesleitung gemacht werden kann.

Die ÖBRD-Landesleitung Tirol und unser Bundesverband bedanken sich für Ihr Interesse an unseren Einsatzkräften und lädt Sie ein, bei uns tätig zu werden. Ihre Anfrage für Mitgliedschaft und Mitarbeit im ÖBRD ist bei einer unseren sieben Landesleitungen bestens aufgehoben. Denn dort kann man Ihnen genau sagen, bei welcher Ortsstelle in Ihrer Region Sie die richtigen Ansprechpartner finden.

Spezialthema:
Frauen im Bergrettungdienst willkommen

Website unseres Bundesverbandes
bergrettung.at   

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 (c) Veider Peter
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Wussten Sie, dass...

- 4.000 ehrenamtliche Tiroler Bergretter/innen jährlich zu 4.000 Einsätzen einrücken,
- dabei 5.000 Menschen in Bergnot helfen,
- mit der Hundestaffel bei Lawinen und Sucheinsätzen nach Vermissten suchen
- und mit Spezialtrupps für Canyoning-Unfälle und Spaltenbergungen auf Gletschern schnell dort sind, wo sie gebraucht werden.

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