Tiroler Bergretter sind Dienstag nach Rumänien geflogen und bereiten sich in den Karpaten auf eine Vermisstensuche vor, die Mittwochfrüh beginnen soll. Dort werden seit vergangenen Samstag zwei junge Rumänen vermisst - eine Frau und ein Mann, beide 25.
Innsbruck, Telfs, Bukarest, 25. November 2008. Stand: 22.00 Uhr. Es geht bei dieser Vermisstensuche also NICHT - wie es in ersten Informationen aus Rumänien hieß - um eine einzige Person.
Das Wetter in Rumäniens Bergregion mit bis zu 2.500 Meter hohen Gipfeln ist derzeit denkbar ungünstig: Schneetreiben und minus zwölf Grad. Mittwoch soll es besser werden. Die beiden Vermissten haben am vergangenen Samstag via Handy noch einen Notruf abgesetzt, ehe sie unweit einer vor wenigen Jahren gebauten Seilbahn eines Wintersportgebietes nahe der Stadt Busteni spurlos verschwanden.
Das Einsatzgebiet im Bucegi-Gebirge gehört zu den Karpaten und befindet sich etwa 90 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bukarest in einer Region, die erst vor wenigen Jahren mit Infrastruktur für Wintersport ausgestattet wurde.
Peter Veider, Ausbildungschef der Tiroler Bergrettung, leitet das österreichische Team. Rumänische Bergretter hatten in der Nacht auf Dienstag österreichische Einsatzkräfte telefonisch um Assistenz gebeten. Veider teilte nach dem Hinflug am Dienstagabend aus Rumänien mit, dass in der Bergregion wegen dichten Schneetreibens eine Suche mit Hubschrauber derzeit nicht möglich sei.
Man werde am Mittwoch versuchen, von der Seilbahn im Prahova-Tal aus nach den beiden Vermissten Ausschau zu halten und sich gegebenenfalls von der Kabine ins Steilgelände abseilen, wo die jungen Leute verschwunden sein sollen. 39 rumänische Bergrettungsleute stünden am Mittwoch ebenfalls zur Verfügung.
Ersuchen um Hilfe in der Nacht auf Dienstag
Wie aus Rumänien am Dienstag zu erfahren war, wird dieser Einsatz österreichischer Bergretter von privater Hand finanziert - einer einheimischen Familie. Der Einsatz der Tiroler Spezialisten kam zustande, weil rumänische Bergretter bei der ÖBRD-Landesleitung Niederösterreich/Wien - mit der sie seit Jahren eine Partnerschaft haben - telefonisch um Hilfe aus Österreich baten.
Mehr dazu auf der Website des ÖBRD-Bundesverbandes ...
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