„Wir geben die Hoffnung nicht auf, deshalb sind wir auch hergekommen. Wir suchen auch am Donnerstag noch weiter“, teilten die Tiroler Bergretter Peter Veider und Arno Pietersteiner Mittwoch aus Rumänien mit. Mit einheimischen Kräften suchen sie im Bucegi-Gebirge zwei Vermisste.
Innsbruck, Telfs, Bukarest, 26. November 2008. Stand: 15.00 Uhr. Die beiden jungen Leute verschwanden am vergangenen Samstag bei dichtem Schneetreiben – nach einem Notruf via Handy - in diesem bis zu 2.500 Meter hohen Bucegi-Gebirge, das zu den Karpaten gehört.
Bucegi-Gebirge bei Busteni
Die vermisste Rumänin soll Bergsportkleidung tragen, in die ein so genannter RECCO-Streifen eingenäht ist. Deshalb brachten die Tiroler Bergretter unter anderem ein RECCO-Sendegerät mit. Funktionsweise bei einer Suchaktion: Elektromagnetische Strahlung wird vom RECCO-Streifen in der Kleidung von Vermissten reflektiert und auf einem Monitor der Retter sichtbar.
Am Mittwoch haben die Österreicher mehrere Lawinenkegel mit dem RECCO abgesucht und keine Spur von den Vermissten gefunden. Die beiden sollen im Bereich der Seilbahn zur Babele-Hochregion verschwunden sein – im Bereich einer Art Klettersteig, auf dem es jährlich bis zu zehn Tote geben soll (laut rumänischen Bergrettern).
Weiterer Anlauf am Donnerstag mit RECCO
Falls die Suche am Mittwoch kein Ergebnis mehr bringt, wollen die österreichischen Bergretter am Donnerstagmorgen mit rumänischen Einsatzkräften mit der Bebele-Seilbahn zur Bergstation fahren und das Gebiet noch einmal von oben her durchkämmen sowie wiederum den RECCO-Sender einsetzen.
Einsatzleiter Peter Veider sagt, es gebe derzeit zahlreiche Lawinenkegel in der Gegend, die jedoch nicht besonders tief seien. Das Wetter habe sich Mittwochmittag gebessert: „Wir wären keine Bergretter, würden wir nicht weiterhin daran glauben, dass wir hier noch jemandem helfen können. Es kann sein, dass sich die Vermissten irgendwo einen Biwakplatz gesucht haben. Beim letzten Notruf der beiden war offenbar davon die Rede, dass jemand verletzt sei.“
Gebiet ähnlich der Nordkette in Tirol
Untergebracht sind die Tiroler Helfer im Hotel Silva in der Stadt Busteni, die direkt am Rand des Hochgebirges liegt – etwa 90 Kilometer nördlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Das Suchgebiet in den Bergen sei topografisch mit der Nordkette über Innsbruck zu vergleichen, sagte Veider – mit teilweise aber noch steileren Bergen.
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