Am 12. November 2009 strahlt BR-alpha eine Filmproduktion über Suchhunde-Teams der Tiroler Bergrettung aus. Der Bildungskanal des Bayerischen Fernsehens zeigt "Lawine-such!" des Tiroler Kameramanns Josef Blattl.
Der Kirchbichler unterstützt seit Jahren den Bergrettungsdienst mit seiner Arbeit als Filmer, Cutter und Drehbuchschreiber. BR-alpha ist in weiten Teilen Europas auch über Satellit bzw. Kabel zu empfangen.
Blattl überschreitet damit als Ehrenamtler und teils bereits kommerzieller Film-Produzent eine weitere Schwelle vom semiprofessionellen in den professionellen Bereich - ein reizvoller Start für neue Erfahrungen im Leben, dem hoffentlich noch vieles folgen wird.
Die gekürzte Version von Blattls Hunde-Produktion hat bergrettung.at vor einigen Monaten schon vorgestellt: "Die Nase der Bergrettung". Diese Kurzversion ist im Web hier zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=r2SDxP5vR_U
Der frühere Nachrichten-TV-Moderator des ORF, Hans Georg Heinke - ein gebürtiger Salzburger, präsentiert im Magazin "Videowelten" (Folge 9) auf BR-alpha die längere Version "Lawine- such!". Der Film ist in Zusammenarbeit mit der Suchhundestaffel der Bergrettung Tirol entstanden.
Sendetermin: BR-alpha, Donnerstagabend, 12. November, 21.00 Uhr
Danksagung
Reinhold Dörflinger, Präsident des ÖBRD (Klagenfurt), und die Landesleitung Tirol des Österreichischen Bergrettungsdienstes bedanken sich an dieser Stelle bei Josef Blattl für seine langjährige und vielfach ehrenamtliche Tätigkeit und die Unterstützung der ÖBRD-Einsatzkräfte als Filmer und medialer Chronist.
Blattl ist - wie berichtet - auch Schöpfer eines international rezipierten Präsentationsfilmes über Österreichs Bergrettung: "Sie helfen uns, wir helfen Ihnen ..."
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Autobiografisches - von Josef Blattl
1971/72 habe ich mit meiner Frau in Südafrika verbracht. Wir haben dort gearbeitet, zahlreiche Reisen unternommen, um Land und Leute des südlichen Afrikas kennenzulernen: Wir haben dort mit der Super8-Filmerei begonnen.
Nach ein paar Jahren habe ich damit wieder aufgehört, weil Filmschnitt und Vertonen zu umständlich waren.
Dann kam Video. Die Qualität der damals neuen Videotechnik entsprach aber auch nicht meinen Vorstellungen. Es folgte eine 25-jährige Filmerpause. In dieser Zeit hatten wir nicht einmal ein Fernsehgerät.
In der Zwischenzeit hatte ich mich als Metallbauplaner selbständig gemacht und Ende der 1990er-Jahre war die digitale Videotechnik so gut entwickelt, dass ich sie nutzte, um meine Projekte zu dokumentieren. Zudem produzierte ich Lehrvideos für die Arbeit meiner Frau, die freischaffende Künstlerin im Bereich Patchwork und Quilt ist und Seminare für Quiltdesign gab.
Bei einer Zugfahrt traf ich einen ehemaligen Sportkollegen, der in der Zwischenzeit Obmann der Bergrettung Tirol war. Allein in Tirol gibt es mehr als 7.000 freiwillige Bergretter, die oft Kopf und Kragen für unvorsichtige Zeitgenossen riskieren. Um professionelle Hilfe zu leisten, muss man viel üben. Denn es gibt in der Zwischenzeit innovative Rettungstechniken, die sehr effizient sind, aber auch viel Training verlangen.
Bergretter müssen gute Allgemeinkondition besitzen und Sommer- und Winterfortbildungskurse besuchen. Dieser Trainingsumfang ist in der Allgemeinheit kaum bekannt. Und wir kamen zu der Ansicht, dass ein Imagefilm über die Aufgaben dieser Rettungsorganisation das Verständnis in der Bevölkerung fördern könnte.
Für diese Aufgabe kamen mir meine früheren sportlichen Betätigungen in Fels und Eis zugute. Nach zweijähriger Filmarbeit bei diversen Rettungsübungen und Schulungen fehlten mir noch Aufnahmen zur Ausbildung von Suchhunden für Vermisste und Lawinenopfer.
Ursprünglich wollte ich nur ein paar Szenen bei der jährlich einwöchigen Ausbildung der Suchhundestaffel Tirol im Kühtai filmen. Dort haben mich die ca. 60 Vierbeiner mit ihren Hundeführern so interessiert, dass ich drei Tage lang bei ihren Suchübungen mit dabei war. So sind nicht nur Szenen für den Imagefilm sondern auch ein Lehrfilm für die Ausbildung zum Lawinensuchhund entstanden. Ich hoffe, dass meine Beiträge für diese Non-Profit-Organisation eine Hilfe sind.
Das Filmen mit einer HDV-Kamera, die eine sehr gute Qualität liefert und zudem noch handlich ist, war von großem Vorteil, denn die Drehorte waren manchmal außergewöhnlich und gefährlich. 200 Meter paralleles Abseilen mit Bergrettern im senkrechten Fels, Filmaufnahmen in tiefen Schluchten beim Canyoning oder bei Schitouren im Tiefschnee, Eisklettern an gefrorenen Wasserfällen... in den seltensten Fällen konnte ich ein Stativ verwenden.
Diese Art des Filmens kam mir entgegen, da ich ein Freund der bewegten Kamera bin. Aus diesem Grund habe ich ein Schwebestativ und einen Kamerakran entwickelt und gebaut.
Hier kam mir meine Planungstätigkeit als Metall-Konstrukteur mit einem 3D-Programm zugute. Natürlich schneide ich auch meine Filme selbst auf dem PC.
Seit kurzem bin ich Jakobspilger geworden und bin schon 500 Kilometer mit meiner Kamera vor dem Bauch in Österreich und Spanien gewandert.
Das Filmen macht mir großen Spaß, weil es eine kreative, abwechslungsreiche Tätigkeit ist. Das Schneiden und Vertonen ist durch die Digitaltechnik unproblematischer geworden. Und die hohe Bildqualität in HDV ist mit kleinen Kameras möglich, die noch dazu bei Anschaffung und Betrieb preisgünstig sind.
Kontakt:
Josef Blattl
hd-video
Lindenstr. 21
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mobil:+43-664-2101919
mail: hd-video@blattl.at
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