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Tourenplanung wichtig! Tote Bergretter in Italien ...
Bitte machen Sie für Unternehmungen abseits gesicherter Pisten immer eine gute Tourenplanung! Im norditalienischen Trentino sind kürzlich vier Bergretter im Einsatz für zwei vermisste Tourengeher ums Leben gekommen.

Von Kurt Nairz, Landesleiter der Bergrettung in Tirol

Mit tiefem Mitgefühl für Angehörige und Freunde der Toten sowie für die alpinen  Einsatzkräfte in Norditalien müssen wir dieser Tage einige Tragödien zur Kenntnis nehmen: Vier Bergrettungskameraden sind am 26. Dezember im Trentino bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Dazu kommen drei getötete Winter- bzw. Bergsportler.

Es kommt in den letzten Jahrzehnten glücklicherweise selten vor, eher sehr selten, dass Bergrettungsleute im Einsatz getötet werden. Modernste Methoden bei der Ausbildung und bestmögliche Ausrüstung verringern das Risiko für die Einsatzkräfte. Das ist dies- und jenseits des Brenners und all der anderen Alpenpässe zu beobachten. Umso größer ist das Entsetzen in Medien und Öffentlichkeiten, wenn Unfälle wie am vergangenen Samstag im Val Lasties zwischen Sella- und Pordoijoch im Trentino geschehen.

Nie ohne Notausrüstung und nie ohne Tourenplanung ins ungesicherte Hochgebirge! 
Die Ausgangslage bei Wetter und Lawinengefahr war alles andere als günstig am vergangenen Wochenende. Der Skitourenboom scheint auch dazu zu führen, dass mit wenig Rücksicht auf aktuelle Bedingungen aufgebrochen wird – vielerorts auch ohne Tourenplanung. Dabei wird von Laien mitunter viel zu steiles Gelände begangen und befahren.

Die im Trentino nun im Einsatz verunglückten Bergretter waren auf der Suche nach zwei vermissten Tourengehern aus der Region Udine. Deren Schicksal konnte nach dem Unglück der Bergrettungsleute dann auch geklärt werden. Das abgängige Duo wurde in einem weiteren Lawinenkegel gefunden. Tot. 

In diesem Zusammenhang wird einmal mehr deutlich, dass es absolute Sicherheiten im Gebirge nie geben kann und nie geben wird. Wichtig ist für Wintersportler abseits gesicherter Pisten, die grundlegenden Regeln für das Tourengehen und Freeriden zu beachten. Dazu gehören eine gute Tourenplanung und das Mitführen der empfohlenen Notausrüstung: LVS-Gerät, Stabsonde, Lawinenschaufel und Handy pro Person als Minimum. Das sind die Grundlagen aller Aktivitäten abseits gesicherter Pisten. Dazu kommen genaue Planungen, welche Steilheiten von Hängen bei herrschenden Bedingungen noch verträglich sind – und welche nicht (abhängig vom Lawinengefahr-Lagebericht der regionalen Behörden).

Eine Bitte und keine Panikmache
Die Bergrettung ist dies und jenseits des Alpenhauptkammes keine Organisation, die den Alpinismus durch überzogene Warnungen oder Panikmache verhindern will. Immerhin entstand sie einst als eine Art von Selbsthilfegruppe innerhalb alpinistischer Gemeinschaften.

Beachten Sie jedoch bitte immer die Grundlagen moderner Tourenplanung. Und bringen Sie im Fall des Falles den Mut auf – für Umkehr während der Tour oder für die Auswahl einer Tour oder Route, die nicht von vornherein Ihr Leben gefährdet.

Südtirol/Trentino: Sieben Tote durch Lawinen

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Hinweis auf aktuelle Story auf der Website unseres Bundesverbandes - www.bergrettung.at

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