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Todesflug der Britannia 312 ...
Bei Tulfes in Tirol ereignete sich das bisher schwerste Flugzeugunglück Österreichs. Das viermotorige britische Verkehrsflugzeug Britannia 312 zerschellte beim Glungezergipfel. Dem Crash am 29. Februar 1964 folgte einer der schwierigsten Bergrettungseinsätze aller Zeiten.

Zur Erinnerung an die Vorgänge vor fast genau 45  Jahren bringen wir eine mehrteilige Serie über diese Katastrophe mit teilweise noch nie veröffentlichten Fotos.

Der Tragödie erster Teil
Auch wegen der 9. Olympischen Winterspiele vom 29. Jänner bis 9. Februar 1964 war die Alpenmetropole in aller Munde und lockte auch nach dem sportlichen Großereignis zahlreiche Touristen nach Tirol. So vielleicht auch die englischen Passagiere der Britannia 312, die sich wahrscheinlich alle schon auf ihren Urlaub in Tirol freuten.

Start in London-Heathrow
Am 29. Februar 1964 startete um 13.04 Uhr Innsbrucker Ortszeit die britische Maschine mit der Flugnummer 802 vom Flughafen London-Heathrow aus mit dem Flugziel Innsbruck. Der 40-jährige Pilot Ellis Wyn Williams (der am 23. März 1964 41 Jahre alt geworden wäre), galt als Routinier im Anflug auf den schwierigen Alpenflughafen Innsbruck, auf dem er vorher bereits neun Mal gelandet war. Neben ihm saßen noch der 41-jährige Co-Pilot Michael Metcalfe Davison sowie der 33-jährige Bordmechaniker und Flugingenieur Andrzej Rusin, ein gebürtiger Pole, im Cockpit. Fünf Stewardessen sorgten für das Wohl der 75 Passagiere.

Um 15.23 Uhr brach der Kontakt zur anfliegenden britischen Maschine ab, die in einer Warteschleife über dem Patscherkofel und Wipptal auf ein Wetterloch für die Landung wartete. Um 15.47 Uhr verständigte die Flugsicherung Innsbruck telefonisch das Bundesamt für Zivilluftfahrt, dass ein Passagierflugzeug vermisst werde. 

22 Stunden verschollen
Die Suche gestaltete sich äußerst schwierig, zumal niemand auch nur annähernd  wusste, in welchem Gebiet genau sich die Maschine zuletzt befand. In ganz Mitteleuropa suchte man nach der Britannia, von der man zuerst annahm, sie sei ausgewichen auf einen anderen Flughafen. Gegen Abend verdichtete sich die Befürchtung, das Flugzeug dürfte abgestürzt sein. Der Treibstoff war nämlich längst verbraucht, und nirgends gab es Hinweise auf eine Notlandung.

Dazu schreibt der Innsbrucker ORF-Redakteur Gerald Aichner in seinem Buch „Der weiße Berg”: Am Sonntag vormittag herrscht noch immer Schlechtwetter und lässt keine Suchflüge von Innsbruck aus zu. In Schottland starten zwei mit Radar ausgerüstete Aufklärungsflugzeuge der US Air Force, die aus 10.000 m Höhe die Britannia aufzuspüren versuchen. Gegen 11 Uhr ortet eine der US-Maschinen das Wrack der Britannia im Glungezergebiet. Zur gleichen Zeit starten in Innsbruck die Piloten des Innenministeriums, Edi Bodem und Hans Neumayr mit zwei Piper-Supercub und nehmen ebenfalls die Suche auf ..."

Lesen Sie mehr dazu auf der Website unseres Bundesverbandes bergrettung.at

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