Nach heftigen Debatten in Medien, in die auch die Tiroler Bergrettung unfreiwillig geriet, lesen Sie hier die Stellungnahme von ÖBRD-Landesgeschäftsführer Peter Veider zu Tierversuchen mit Schweinen in Lawinen ...
Von Peter Veider,
hauptberuflich Geschäftsführer der Bergrettung Tirol sowie deren ehrenamtlicher Ausbildungsleiter
Die Debatte über Pro und Contra von Schweinen bei Tierversuchen über den Lawinentod (in Vent im Tiroler Ötztal) ist in den vergangenen Wochen heftig geführt worden und teils auch eskaliert - ohne unsere Beteiligung, ohne unser Zutun. Verschiedenste Akteure, Organisationen und auch Politiker haben sich zu dem Thema öffentlich geäußert. Dabei soll es auch zu Anfragen in Landesparlamenten bzw. dem Nationalrat gekommen sein - offenbar bis hin zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, wie man hört.

Fakten:
1. Die gesamte Causa hat NICHTS mit dem Bergrettungsdienst Tirol zu tun.
2. Verschiedene Teilnehmer an der Debatte bzw. Medienvertreter haben sich dennoch offenbar auch auf die Tiroler Bergrettung berufen. So soll es sogar in der parlamentarischen Anfrage durch die Abgeordnete einer politischen Partei geheißen haben, der ÖBRD Tirol habe die Tierversuche "aufgedeckt".
3. Das ist unzutreffend bzw. unrichtig.
4. Als Geschäftsführer der Tiroler Bergrettung wurde ich am Abend vor dem ersten Medienbericht, der dann international weite Kreise zog, von einem Redakteur telefonisch kontaktiert und mit dem Tierversuch in Vent konfrontiert.
5. Ich teilte dem Medienvertreter mit, dass die Landesleitung der Bergrettung Tirol in diese Versuche nicht eingebunden ist und davon auch nicht informiert wurde. In diesem Gespräch habe ich mich, im Namen der Tiroler Bergrettung, vom Tierversuch distanziert, ohne zu diesem Zeitpunkt Kenntnis über die wissenschaftlichen Ziele und Hintergründe der Studie zu haben.
6. Von einem „Aufdecken“ der Versuche durch die Bergrettung Tirol kann keine Rede sein.
Peter Veider