TV-Interview mit Peter Veider von der Tiroler Bergrettung: Am 6. Jänner 2010 berichtete der ORF Tirol in Radio, Fernsehen und Internet über Probleme des ÖBRD mit ausfallenden Zahlungen für Such- und Rettungsaktionen im Gebirge.
Bericht von tirol.ORF.at
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Tiroler Bergrettung muss Leistungen einschränken
Innsbruck, 6. Jänner 2010 - Wegen der massiven Kostenausfälle bei Such-, Bergungs- und Rettungsaktionen will die Bergrettung ihre Leistungen einschränken. Man müsse das tun, da man die Einsatzkräfte für Notfälle dringend brauche.
Blindeinsätze kosten Nerven, Zeit und Geld
Gut 4.000 Bergretter gibt es in Tirol. Viele kommen mit ihren eigenen Autos zum Einsatzort, zahlen für Verpflegung oder Ausrüstung selbst. Blindeinsätze aufgrund von Fehlalarmierungen stehen allerdings an der Tagesordnung.
Blindeinsätze kosten Zeit, Nerven und bares Geld. Dazu kommt, dass gut ein Drittel aller Unfälle und Notsituationen am Berg durch Leichtsinn, Übermut und Unerfahrenheit ausgelöst wird. Nicht selten spielt auch Alkohol eine Rolle.
31 Euro für eine Stunde Einsatz
Die Bergrettung Tirol bleibt nach einem Sucheinsatz oft auf den Bergungskosten sitzen. Viele Freizeitsportler - meist aus dem Ausland - sind nicht entsprechend abgesichert und machen sich nach der Rettung aus dem Staub.
Es würden für jeden Mann oder jede Frau im Einsatz 31 Euro pro Stunde verrechnet. as sei eigentlich wenig, erläutert der Geschäftsführer der Bergrettung Tirol, Peter Veider. Gerade bei Touristen aus dem Ausland helfe es oft nur, wenn das Geld sofort vor Ort kassiert werde. Das Geld später einzutreiben, sei oft ein Ding der Unmöglichkeit. Die Bergrettung wünsche sich eine Art Tourismusabgabe, der der Bergrettung zukommen solle, so Peter Veider.
Zwei Mio. Euro Gesamtbudget für Bergrettung
Das Gesamtbudget der Bergrettung Tirol beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Gut 50.000 Euro müssen jedes Jahr abschreiben werden. Dabei wären viele Einsätze gar nicht nötig, wenn sich die Wintersportler angemessen und vernünftig verhalten würden. Da das aber oft nicht so ist hat die Bergrettung ihre Leistungen heuer eingeschränkt, sagt der Geschäftsführer der Tiroler Bergrettung, Peter Veider.
Einsatz bei Bergung wird reduziert
Bei Lawineneinsätzen bestehe in den ersten beiden Tagen noch die Chance jemanden lebend zu bergen. Dies würde so wie bisher ohne Einschränkung fortgeführt. Doch später suche man nun nicht mehr so wie früher über einen längeren Zeitraum, so Veider. Hier müsse man die Leistung reduzieren, da man die Einsatzkräfte für andere Einsatzbereiche dringend brauche.
Budget wird großteils selbst aufgebracht
Die Bergrettung finanziert sich über öffentliche Mittel des Landes Tirol in der Höhe von rund 700.000 Euro jährlich, zwei Drittel des Budgets erwirtschaftet sie jedoch selbst. Das Geld aus den Sucheinsätzen sei daher mehr als dringend nötig.
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ORF-Bericht samt Video mit Interview