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Neue Checkpoints für LVS-Tests
Um Knowhow über Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte (LVS) unters Volk zu bringen, geht man neue Wege. Mitten in der Stadt lassen sich LVS schon testen. Und es stehen für Sportler in allen Bezirken neue Stationen für Funktionstests zur Verfügung.

Und es stehen für Tourengeher und Freerider in allen Bezirken künftig neue Stationen für LVS-Funktionstests zur Verfügung.

Tourengehen boomt und boomt und boomt. Immer mehr Laien und Alltagsgestresste schnuppern rein, und wenn sie sich zu Fortgeschrittenen mausern, dann vergessen noch immer viele auf die Mitnahme der empfohlenen Notausrüstung.

Hinweistafel der Checkpoints in großer Auflösung (JPG-Download)

Ein Drittel OHNE LVS unterwegs
Ohne Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) kein Tourengehen! Dieses Motto beherzigen längst nicht alle Bergsportler. Immer noch verzichten rund ein Drittel aller Tourengeher - Männer, Frauen und Jugendliche - auf konsequente Mitnahme eines funktionstüchtigen und modernen LVS. Das kann rasch tödlich enden.

LVS entscheiden oft über Leben und Tod, betont der Tiroler Sportreferent und LHstv. Hannes Gschwentner (SPÖ). Denn damit können Verschüttete möglichst schnell geortet werden. Die Überlebenschancen verringern sich bereits nach 15 Minuten dramatisch. Alle, die sich im alpinen Gelände bewegen, müssen sich der Gefahr von Lawinenabgängen bewusst sein. 


Test-Station mitten in Innsbruck auf dem Landhausplatz bis 23. Dezember ...

Standorte auf beliebten Parkplätzen
Da hilft ein zu Hause vergessenes LVS nichts, stellt Sicherheitsreferent und LHStv Anton Steixner (ÖVP) klar. Deshalb werden für diesen Winter 2009/10 elf LVS-Checkpoints an stark frequentierten Parkplätzen bzw. Ausgangspunkten für Tourengeher aufgestellt: Wenn jemand an einem solchen LVS-Checkpoint vorbeigeht, zeigen eine Leuchtdiode und ein akustisches Signal an, ob das LVS in Betrieb und funktionsfähig ist.

Mit dieser Initiative wollen Bergrettung Tirol, Österreichischer Alpenverein und das Land Tirol das Gefahrenbewusstsein und die Eigenverantwortung der TourengeherInnen steigern, erläutert Michael Larcher vom Alpenverein.

Aufgestellt, betreut und vor dem Sommer wieder abgebaut werden die Anlagen von ehrenamtlichen Mitarbeitern der lokalen Ortsstellen der Bergrettung bzw. der Alpenvereinssektionen.

Österreichs Brennpunkt im Winter
In den letzten 20 Jahren sind pro Winter in Tirol durchschnittlich 14 Personen in Lawinen umgekommen, berichtet Peter Veider von der Tiroler Bergrettung. Damit verzeichnet Tirol als größtes Bundesland für Bergsport und Wintertourismus fast jedes Jahr die höchste Zahl Österreichs bei den Lawinentoten. Allein im letzten Winter wurde die Tiroler Bergrettung zu 120 Lawineneinsätzen gerufen.

In der Wintersaison 08/09 ließen 22 Menschen bei Lawinenabgängen das Leben. Vier davon hatten das LVS zwar bei sich, hatten dieses aber nicht auf seine Funktionsfähigkeit getestet bzw. ausgeschaltet, weist Veider auf die Notwendigkeit verlässlicher Überprüfung von LVS hin.

LVS-Weihnachtsgeschenke für die Liebsten?
Jede/r Lawinentote ist eine/r zu viel. Mit LVS können menschliche Tragödien verhindert werden. Jeweils eine Testsäule des LVS-Checkpoints ist ab sofort in jedem Tiroler Bezirk zu finden, in Innsbruck-Land sind es zwei. Zwei weitere Anlagen sollen bei Lizumer Hütte und Jamtalhütte errichtet werden.

Die Kosten des Pilotprojektes von 12.000 Euro übernimmt das Land Tirol. Der Alpenverein überlegt nach einer Evaluierung der kommenden Wintersaison diese Aktion auf andere Bundesländer auszuweiten, so Larcher.

Bis 23. Dezember 2009 können Interessierte die Testsäule des LVS-Checkpoints auf dem Landhausplatz in Innsbruck nutzen und besichtigen - mitten in der Stadt. Vielleicht Anlass für das eine oder andere Weihnachtsgeschenk, um Angehörige, Freunde und/oder sich selbst vor Tragödien zu bewahren.

Hinweistafel der Checkpoints in großer Auflösung (JPG-Download)

Land Tirol

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