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Nairz neuer Vizepräsident des ÖBRD
Unser Tiroler ÖBRD-Landesleiter Kurt Nairz ist neuer Vizepräsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes. Neuer Präsident: Franz Lindenberg, Landesleiter von NÖ/Wien. Weiterer Vizepräsident: Robert Weiß aus Kärnten.

Von Gerald Lehner, ÖBRD-Bundesverband & ÖBRD Tirol

Die Neuwahl des Präsidiums fand am 2. Oktober 2010 in Penk/Oberkärnten bei der ÖBRD-Bundesversammlung statt. 

 

 Von links: Neuer Vizepräsident Kurt Nairz, der scheidende ÖBRD-Chef Reinhold Dörflinger, neuer ÖBRD-Präsident Franz Lindenberg. Der neue Vize Mag. Robert Weiß war aus beruflichen Gründen nicht bei diesem Foto-Termin.

Die Wahl der Neuen durch die sieben ÖBRD-Landesleiter aus den Bundesländern erfolgte einstimmig bei der Bundesverbandstagung 2010 – am Wochenende auf dem Reitergut Moserhof in Penk/Oberkärnten.

Aktuelle Fakten zum ÖBRD (Stand Ende 2009):

11.420 ehrenamtliche Bergrettungsleute bundesweit einsatzbereit, 199 ausgebildete Suchhunde, 22.561 ÖBRD-Mitglieder im Jahr 2009 im Einsatz, 59.200 Einsatzstunden (2009), 278 Suchhunde im Einsatz

Großer Dank an scheidende Präsidenten
Vor der Wahl legten der bisher amtierende ÖBRD-Präsident Reinhold Dörflinger (Klagenfurt) und sein Stellvertreter Dr. Wolfgang Ladenbauer (Wien) nach jeweils sehr langen und erfolgreichen Amtszeiten ihre Ehrenämter offiziell zurück. Beide betonten, sie wollten künftig mehr Zeit für ihre Familien, private Angelegenheiten, Reisen und Unternehmungen in den Bergen haben.

Beide waren treibende Kräfte bei grundlegenden Reformen und Modernisierungen im ÖBRD, die in den letzten 15 Jahren stattgefunden haben. Trotz ehrenamtlicher Struktur muss die Bergrettung ihre gesamten Fachbereiche ständig professionalisieren. Es gibt personell und technisch immer höhere Anforderungen.

Die Mitglieder des ÖBRD-Bundesverbandes dankten bei der Klausurtagung in der Oberkärntner Gemeinde Penk den scheidenden Präsidenten Dörflinger und Dr. Ladenbauer für ihre vorbildliche Arbeit zum Wohl des Österreichischen Bergrettungsdienstes und im Dienst der Alpinen Sicherheit in Österreich.

Ziele, Blickwinkel des neuen Teams
„Wir werden nun auf der hervorragenden Arbeit des bisherigen Präsidiums gut aufbauen können. Weitere Veränderungen sind nicht ausgeschlossen. Zeitgemäßes Management, Lobbying und Fundraising sowie gute Öffentlichkeitsarbeit sind für eine Einsatzorganisation wie die Bergrettung mittlerweile neben dem praktischen Einsatzgeschehen und der Ausbildung wichtige Grundpfeiler.

Wir leben in Zeiten vielfach schrumpfender Budgets der öffentlichen Hand, wo Subventionen für grundlegende staatliche Aufgaben wie das Rettungswesen längst nicht mehr selbstverständlich sind. So manches Loch muss bei uns mit Bemühungen um Sponsoren gefüllt werden, wenngleich wir die heimische Politik und den Tourismus nicht aus ihrer Mitverantwortung für das alpine Rettungswesen entlassen werden“
, sagt der neue ÖBRD-Präsident Franz Lindenberg.

Und Kurz Nairz, neuer Vizepräsident des ÖBRD, ergänzt, das Rad müsse nicht mehr neu erfunden werden, aber wird werden es den Zeiten weiter anpassen und teilweise auch neu gestalten:

„Man freut sich über die Ehre dieses zusätzlichen Amtes. Es bedeutet aber auch viel zusätzliche Arbeit. Als so genannter Pensionist schmunzle ich manchmal über meine voll ausgefüllten Tage. Als größter Landesverband der Bergrettung in Österreich hat unser Tiroler Team schon bisher viel Pionierarbeit geleistet bei der Entwicklung alpiner Rettungstechnik in Österreich. Zum Teil wird dieses Material auch international mittlerweile verwendet.“


Biografisches zum neuen ÖBRD-Präsidium
:

Franz Lindenberg
, Berufsoffizier des Bundesheeres in Wien (Oberst), Kontrollabteilung. Geboren am 28. Februar 1962 in Bad Vöslau. Wohnhaft in Pottenstein an der Triesting. Ausbildung: Flugzeugtechniker (HTBL). Verheiratet. Zwei erwachsene Kinder. Freizeit: Bergrettung, Bergsteigen, Laufen, Reisen, Motorrad-Touren, Mountainbike.

Kurt Nairz, Fernmeldetechniker i. R. Geboren am 14. August 1947 in Innsbruck. Wohnhaft in Leutasch mit seiner Lebensgefährtin Gerda. Drei erwachsene Kinder. Freizeit: Bergrettung, Bergsteigen, Klettern, Radfahren, Tourenskilauf, Reisen.  

Mag. Robert Weiß
, Jurist, Direktor der Landtagskanzlei beim Amt der Kärntner Landesregierung, daneben noch Land- und Forstwirt. Geboren am 31. Dezember 1963 in Friesach. Wohnhaft in Moosburg. Verheiratet, drei Kinder. Freizeit: Familienmensch, Bergrettung, Bergsteigen, Reisen, Literatur, Kunst und Kultur.

------ Aus dem Archiv ---------


Goldenes Ehrenzeichen der Republik für REINHOLD DÖRFLINGER
Wien, 31. Mai 2010 - Erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik Österreich hat ein Staatsoberhaupt einem Bergrettungsmann - für dessen ehrenamtliche Tätigkeiten über Jahrzehnte - das Goldene Ehrenzeichen der Republik verliehen: Am Montag übergab Bundespräsident Dr. Heinz Fischer dem Präsidenten des Österreichischen Bergrettungsdienstes, Reinhold Dörflinger, diese hohe Auszeichnung. Mehr ...

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