Zu einem schwierigen Rettungseinsatz sind Bergretter nach Rumänien unterwegs. Seit Samstag ist dort eine Alpinistin im Hochgebirge abgängig – bei minus 22 Grad. Nun soll unser Tiroler Spezialist Peter Veider mit seinen Leuten die Frau finden.
Wien, Innsbruck, Telfs, Bukarest, 25. November 2008, 10.30 Uhr - Rumänische Einheiten mussten die Suche vorübergehend einstellen. Eine Luftbrücke soll noch am Dienstag das Leben der jungen Alpinistin retten. Die Lage der 23-jährigen Rumänin sei mittlerweile kritisch, sagt Franz Lindenberg, Landesleiter der Bergrettung Niederösterreich. Seine Einheiten haben seit Jahren gute Kontakte zu rumänischen Bergrettern.
Diese haben in den vergangenen Tagen intensiv nach der abgängigen Frau gesucht und Hinweise, dass sie trotz schwerer Stürme und sehr tiefer Temperaturen im Hochgebirge nahe der Stadt Busteni (Region: Große Walachei, Zentralrumänien) noch am Leben sei. Ohne Spezialausrüstung sei der genaue Standort der Frau jedoch nicht auszumachen. Sie sei gut ausgerüstet. Allerdings brauchen die rumänischen Bergretter nun dringend die Hilfe ihrer österreichischen Kollegen. Die Frau wird im bis zu 2.500 Meter hohen Bucegi-Gebirge vermisst.
Einsatztaktischer Ansatzpunkt: RECCO
In der Kleidung der jungen Frau sei auch ein so genannter RECCO-Streifen eingenäht, wie er in vielerlei Wintersportausrüstung verkauft wird – auch bei uns. Man kann diese kleinen Reflektoren orten, wenn mit einem Hubschrauber ein Sender über das Suchgebiet geflogen wird. Dessen elektromagnetische Strahlung wird von dem RECCO-Streifen in der Kleidung der Vermissten reflektiert. Auf einem Monitor wird dann der Standort sichtbar. Solche Sender sind jedoch noch immer nicht überall einsatzbereit. In Österreich ist die Bergrettung Tirol auch auf dieses System spezialisiert.
Österreichisches Team mit Peter Veider aus Tirol
Derzeit bereitet sich ein Team der Bergrettung Österreich unter der Führung des Tiroler ÖBRD-Ausbildungsleiters Peter Veider auf eine schwierige Aufgabe vor. Veider sagt, man nehme auch weitere Spezialausrüstung mit - unter anderem die in Tirol neu entwickelte Dampfsonde für die Suche nach Lawinenopfern. Das ÖBRD-Team fliegt dann am frühen Dienstagnachmittag von Wien nach Bukarest. Das rumänische Militär und die örtliche Bergrettung organisieren den Hubschrauber, der auf dem Flughafen wartet.
Aktuelle Entwicklungen und weitere Informationen auf der Website unseres ÖBRD-Bundesverbandes ...
-----------------------------------
Förderer werden. Sie helfen uns, wir helfen Ihnen.
Nur 22 Euro pro Jahr, für Sie, Ihre Familie bzw. Lebensgefährten. Sie fördern uns und unsere Versicherung erstattet Ihnen die Kosten, wenn Sie Hilfe brauchen.
Mehr lesen...