Innsbruck, Telfs, Leutasch, 20. März 2009 - Kurt Nairz und Toni Mattle wurden jeweils mit 98 Prozent der Stimmen in ihre neuen Ämter gewählt, was bei beiden zu großer Freude über dieses hohe Vertrauen führte. Der neue Tiroler ÖBRD-Landesleiter Kurt Nairz (LL) folgt nun Dr. Norbert Wolf, der sich nach zehn Jahren im Amt verstärkt den beruflichen Aufgaben als Rechtsanwalt und seiner Familie mit schulpflichtigen Kindern widmen wird (Interview mit Wolf ganz unten verlinkt).
Der neue Landesleiter. Bild: Christof Birbauer
Kurt Nairz, neuer Mann der Spitze, freut sich über seinen neugewählten Stellvertreter: „Dass Toni Mattle kommt, erfüllt mich mit besonderer Freude. Wir kennen uns seit vielen Jahren und arbeiten hervorragend zusammen. Das ist aus meiner Sicht ein Dreamteam. Und: Ich möchte mich bei Norbert Wolf für seine hervorragende Aufbau-Arbeit in den letzten zehn Jahren ganz besonders bedanken." Der neue LL-Stellvertreter Toni Mattle arbeitet hauptberuflich als Elektromeister und Kaufmann. Er ist auch Bürgermeister von Galtür im Paznauntal und Landtagsabgeordneter der Tiroler ÖVP.
Hauptamtlicher Geschäftsführer der Tiroler Bergrettung bleibt - wie bisher - Peter Veider, der in seinen ehrenamtlichen Funktionen weiterhin als Ausbildungsleiter und Fachreferent für Ausrüstung fungiert.
Norbert Wolf, Kurz Nairz, Toni Mattle bei Amtsübergabe
Biografisches:
Kurt Nairz wurde am 14. August 1947 in Innsbruck geboren und lebt seit frühester Kindheit in Leutasch (Bezirk Innsbruck-Land). Er ist Fernmeldetechniker und war hauptberuflich bei der Telekom. Als Pensionist hat er neben seinen Aufgaben für die Bergrettung nun etwas mehr Zeit für seinen geliebten Bergsport: Klettern, Skitouren, Skilanglauf und Paragleiten nennt er als besondere Vorlieben.
Nairz gehört dem Bergrettungsdienst seit 1966 an und war früher auch Suchhundeführer. Führungsfunktionen im ÖBRD sind ihm nicht neu: Die letzten 30 Jahre engagierte er sich als Bezirksleiter der Bergrettung im Bezirk Innsbruck-Land. Der neue Tiroler Landesleiter hat drei erwachsene Söhne. Er wohnt in Leutasch.
Anlässlich der Amtsübergabe strahlte das ORF-Landesstudio Tirol im Fernsehen ein Interview mit dem neuen Landesleiter aus. Kurt Nairz will in Zukunft verstärkt den Tourismus bei der Finanzierung des Bergrettungsdienstes mit einbinden. Mehr auf tirol.ORF.at
Interview mit Kurt Nairz - Video Stream
Mattle. Bild: ORF
Toni Mattle – Bergretter, Politiker, Tourismuspionier
Der neue stellvertretende Landesleiter der Tiroler Bergrettung, Toni Mattle, ist Bürgermeister der Gemeinde Galtür (Paznauntal) und Landtagsabgeordneter der Tiroler ÖVP.
Geburtsdatum: 10. März 1963. Mattle ist Elektromeister und führt ein Elektro-Einzelhandelsgeschäft samt angeschlossener Fachwerkstätte in Galtür. Er ist verheiratet mit Daniela Mattle. Das Paar hat zwei Töchter und einen Sohn, alle im jungen Erwachsenenalter.
Lawinen-Katastrophe als Wendepunkt für Galtür
Toni Mattle engagiert sich seit seiner Jugend für den Bergrettungsdienst. In seiner Funktion als Bürgermeister ist er seit der Lawinenkatastrophe, die seine Gemeinde Galtür im Jahr 1999 heimsuchte, einem breiten Publikum bekannt – unter anderem durch Statements in internationalen Medien bzw. Interviews für TV-Stationen, Zeitungen und Magazin.
Mattle engagierte sich persönlich stark für den Wiederaufbau von Galtür, die Schaffung neuer Infrastruktur und die Errichtung des weit über die Region bekannten und multifunktionellen Gemeinde- und Kulturzentrums „Alpinarium“ in Galtür – ein Meilenstein moderner Architektur im Alpenraum.
Mattle war in seinen politischen Funktionen als Bürgermeister und Landtagsabgeordneter wesentlich an der Schaffung des neuen Ausbildungszentrums für die Tiroler Bergrettung beteiligt, das etwa zehn Kilometer von Galtür entfernt im Jamtal heute den Einsatzkräften zur Verfügung steht.
ÖBRD-Präsident Reinhold Dörflinger (Klagenfurt) gratuliert Kurt Nairz und Toni Mattle zu ihrer Wahl im Namen des Bundesverbandes des Bergrettungsdienstes herzlich: "Ich wünsche Euch viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit im Ehrenamt - und im besten Sinn der Bergrettung natürlich Freude, Motivation und wenig Arbeit bei Unfallopfern und Katastrophen, doch viel inspirierende Arbeit für die Einsatzkräfte. Diese macht ja unser Leben süß, wie es so schön heißt. Und unserem scheidenden Landesleiter Norbert Wolf gilt besonderer Dank für sein großes Engagement. Alles Gute für Deine beruflichen wie privaten Pläne."
Bundespräsident Heinz Fischer, Kurt Nairz und ÖBRD-Präsident
Reinhold Dörflinger bei einem Besuch im Parlament vor einigen Jahren.
Videofilm von der Landesversammlung 2009 (von Josef Blattl)
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Führungswechsel: Interview mit scheidendem Landesleiter Dr. Norbert Wolf
Daten & Fakten: Tiroler Einsatz-Statistik für 2008
Katastrophe von Galtür: Ten Years After - Zehn Jahre danach
ÖBRD-Ausbildungszentrum im Jamtal




