Gemeinsame Aktion von Tirolern, Kärntnern und Salzburgern auf dem Glockner: Das berühmte Gipfelkreuz drohte nach Blitzschlag abzustürzen. Bergführer, Bergretter und ein Pilot kümmerten sich um die "Rettung".
Schwieriges Wetter
Es steht genau auf der Landesgrenze von Tirol und Kärnten auf dem höchsten Punkt Österreichs in 3.798 Metern Seehöhe. Am Sonntag, 8. August 2010, hatten Alpinisten festgestellt, dass das Kreuz, das von vier Stahlketten gehalten wird, nicht mehr sicher steht.
Tiroler und Kärntner Experten vermuteten, dass zwei der vier Ankerseile nach einem Blitzschlag mit nachfolgendem Sturm gerissen waren. Um zu verhindern, dass das Gipfelkreuz in Richtung Pasterze abstürzt, wurde Dienstagfrüh ein Team von professionellen = staatlich geprüften Bergführern aus Kärnten, Salzburg und Tirol zusammengestellt, das die Sicherung vornehmen sollte.
Aufgrund der unbeständigen Wetterlage war bis zuletzt unklar, ob der Hubschrauber starten würde können.
Bilder: Gottfried Pfeffer
Befestigung "in letzter Minute"
Zu Mittag wurden die Männer schließlich auf den Glockner geflogen. Der Bergführer und Bergretter Markus Amon, im Hauptberuf Flugretter, hängte dann das Kreuz unter den Helikopter der Vorarlberger Firma Wucher.
Mit dessen Hilfe wurde das Kreuz dann aufgestellt und gemeinsam fixiert. Der Bergführer Jürgen Kanzian koordinierte den Einsatz von der Adlersruhe aus.
Er bestätigte dann den aus ganz Europa anfragenden Medienleuten, dass die Aktion erfolgreich verlaufen sei: "Das Gipfelkreuz steht wieder. Es wurde in allerletzter Minute befestigt. Die Wettersituation verschlechterte sich zunehmend. Es gelang uns nur sehr knapp, durch ein Nebelloch zum Gipfel zu fliegen, einen Flug- ung Bergretter abzusetzen, der dann das Kreuz beim Hubschrauber eingehängt und schließlich wieder aufgestellt hat."
Details und mehr Fotos auf der Website unseres ÖBRD-Bundesverbandes - bergrettung.at