Bundespräsident Heinz Fischer hat dem Präsidenten des Österreichischen Bergrettungsdienstes, Reinhold Dörflinger, das Goldene Ehrenzeichen der Republik verliehen. Dieser sieht es als Würdigung der Bergrettungsleute insgesamt.
Sein Goldenes Ehrenzeichen sieht Reinhold Dörflinger auch als offizielle Würdigung des Staates für alle Bergrettungsleute im Land - auch im Sinn der "res publica" bzw. Republik, der "Sache, Angelegenheit des Volkes", laut klassischer Definition der römischen Antike.
Der Festakt unter Federführung von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer fand Montag in der Wiener Hofburg statt - in Anwesenheit von "First Lady" Margit Fischer, der Familie Dörflinger aus Klagenfurt, des stellv. Bergrettungspräsidenten Dr. Wolfgang Ladenbauer, aller sieben ÖBRD-Landesleiter, einiger ÖBRD-Fachreferenten und anderer Mitglieder der Bergrettung sowie eines kleinen Freundeskreises des Geehrten.
Der Bundespräsident erinnerte in seiner Rede an die vielfältigen Tätigkeiten von Dörflinger für die Bergrettung; zum Beispiel beginnend beim Aufbau eines schlagkräftigen Funk- und Kommunikationssystems im Bundesland Kärnten bzw. im Großglocknergebiet.
Anwesende ÖBRD-Landesleiter (alphabetisch): Gebhard Barbisch (Vorarlberg), Franz Lindenberg (NÖ/Wien), Ing. Estolf Müller (Salzburg), Ing. Kurt Nairz (Tirol), Dr. Fritz Seidl (Steiermark), Otmar Striednig (Kärnten) und Klaus Wagenbichler (stellv. LL Salzburg).
Unser Landesleiter in charmanter Gesellschaft ...

Astrid Salmhofer, persönliche Referentin des Bundespräsidenten, Tirols ÖBRD-Landesleiter Kurt Nairz und Margit Fischer, Österreichs First Lady.
Dank an alle Bergrettungsleute in Österreich
Dörflinger betonte nach der Ehrung gegenüber der Redaktion von bergrettung.at, er sehe das Ehrenzeichen der Republik als Würdigung der Bergrettung in Österreich insgesamt, der sich seit vielen Jahrzehnten - oft auch im Schatten der medialen Öffentlichkeit - für das Gemeinwohl in Österreich engagiere:
"Lange Jahre geschah das eher im Stillen; zum Teil auch mit eigenem Geld, das die Bergretter in ihre Ausrüstung investieren mussten. Zumindest diesen Teil der Anforderungen können wir heute - dank besserer staatlicher Hilfen - anders meistern."
Dank für Lebenspartner von Bergrettern
Der ÖBRD-Präsident bedankt sich in diesem Zusammenhang auch bei den Lebenspartnern aller Bergretter und Bergretterinnen in Österreich. Denn wenn diese die Einsatzbereitschaft nicht mittragen würden, wäre es um familiäres Leben und gute Parnterschaften sehr schlecht bestellt, so Dörflinger:
"In der Öffentlichkeit ist viel zu wenig bekannt, wie viel Zeit jedes einzelne Mitglied des ÖBRD aufwendet, um zu trainieren, sich weiterzubilden und Menschen in Not zu helfen. Die Politik würdigt unsere Einsatzbereitschaft erst in den letzten Jahren verstärkt, nicht zuletzt auch unter Mithilfe unseres Bundespräsidenten, der selbst seit seiner Jugend ein Alpinist ist. Ich danke Dr. Fischer sehr für seine Unterstützung. Und wir hoffen, dass er uns auch künftig ab und zu bei Wanderungen und Bergtouren mit Bergrettern begleitet - trotz seines dicht gedrängten Terminkalenders, den seine Arbeit im In- und Ausland mit sich bringt."
Der Festakt war sehr persönlich geprägt und ausschließlich für Dörflinger bestimmt. Er ging in den ehemaligen Privatgemächern von Österreichs einstiger Kaiserin Maria Theresia über die Bühne, die heute in der Wiener Hofburg (im Trakt gegenüber dem Bundeskanzleramt) auch für Angelobungen von Österreichs Bundesregierungen und offizielle Staatsempfänge von ausländischen Politikern dienen.
Bericht auf bergrettung.at ...
Große Bildgalerie vom Festakt ...