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Bisher 38 Tote beim Wintersport bundesweit
1.421 Unfälle mit Fremdverschulden hat es bisher in dieser Wintersaison bundesweit beim Skifahren, Tourengehen und Rodeln gegeben, 38 Personen starben. Spitzenreiter bei den Verletzten ist Tirol.

Von der Austria Presse Agentur (APA, 29. Jänner 2010)

In Tirol gibt es laut Kuratorium für Alpine Sicherheit traditionell die meisten Verletzten. Bis inklusive 26. Jänner waren dort bereits 1.050 Sportler in Unfälle verwickelt, in der vergangenen Saison waren es 4.473.

Auf Platz zwei und drei liegen Salzburg (384 heuer bzw. 1.745 Personen in der Vorsaison) und Vorarlberg (304 bzw. 1.212 Personen).

Das Kuratorium für Alpine Sicherheit erfasst jährlich alpine Unfälle, im gesicherten Bereich nur jene, bei denen Fremdverschulden vorliegt. Die meisten Wintersportler verunglücken auf der Piste: 2008/09 gab es 3.080 Unfälle, in dieser Saison waren es bisher 907.  
     
Weniger Fahrflucht beim Wintersport
Todesopfer gab es in der vergangenen Saison vor allem bei Wandertouren (91), Pistenfahrten (44) und Skitouren (35). Im Winter 2008/09 meldeten Zeugen insgesamt 162 Lawinenereignisse, bei rund 30 Prozent war niemand verschüttet worden.

 Bild: Lawinenübung des ÖBRD mit Dummie.

Heuer wurden bereits 30 Personen unter Schneemassen begraben, in den vergangenen beiden Saisons waren es 351 bzw. 237 Verunglückte.

Der vergangene Winter verlief dank einer guten Schneelage mit 6.608 Verletzten und 277 Todesopfern glimpflicher als 2007/2008 mit 7.551 Verunglückten und 310 Toten, so das Kuratorium. Das trifft auch auf die Unfälle im organisierten Skiraum - 3.063 gegenüber 4.019 - zu. Geringer als sonst fiel aus diesem Grund auch die Zahl der fahrerflüchtigen Verursacher aus (714).  
     
Alpinpolizei mit 7.000 Einsätzen pro Jahr
Laut Statistik handelte es sich bei 71 Prozent der Fälle um Männer. Oft werden Verletzungen erst Stunden nach einem Sturz bemerkt und der Unfallauslöser ist daher unbekannt.

Varianten-Skifahrer und Tourengeher zählen zu den besonders gefährdeten Alpinsportlern: Sie waren laut Kuratoriums-Statistik im vergangenen Winter in 345 bzw. 337 Unfälle verwickelt. Auch eine Lift-Fahrt kann mit einem Gips-Bein enden.

2008/09 gab es beim Aussteigen 266 Stürze und andere Unfälle, heuer waren es bisher 69. Danach bringen Rodelfahrten das größte Verletzungsrisiko mit sich (243 Unfälle 2008/09, 88 in dieser Saison).

Die österreichische Alpinpolizei mit derzeit 460 Personen wird jährlich zu rund 7.000 Vorfällen gerufen, rund 400 Anzeigen betreffen vermisste Personen. Ihr Arbeitsbereich ist das gesamte alpine Gelände, das etwa zwei Drittel des Staatsgebietes ausmacht. 

www.apa.at 

Website des Kuratoriums:

www.alpinesicherheit.at

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