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18 Tote im Everest-Gebiet: Gefährliche Landepiste ...
Beim Absturz eines zweimotorigen Passagierflugzeugs vom Typ Twin Otter sind Mittwochfrüh in Nepal zwölf Deutsche und zwei Schweizer ums Leben gekommen. Insgesamt starben 18 Menschen.

Von Gerald Lehner

Diese Landepiste (= schiefe Ebene an einem Berghang) bei dem Dorf Lukla im Khumbu Himal gilt als eine der gefährlichsten der Welt. Es erwischte die Maschine im direkten Endanflug der Landepiste, die 15 Prozent Steigung aufweist. Das Flugzeug kam zu tief und nach links von der Linie ab und zerschellte an einem Felsblock am unteren Rand der Piste vor ansteigenden Almwiesen.

Warum tun sich - über die Jahrzehnte gerechnet - Zehntausende In- und Ausländer in Nepal eine Landepiste wie diese an? Ganz einfach: In einem weitgehend straßenlosen Land würde der Fußmarsch von Lukla über die Vorberge und Vor-Täler des östlichen Himalaya bis zur Hauptstadt Kathmandu und ihrem internationalen Flughafen satte zehn bis 14 Tage dauern, bis zur nächsten Schotterstraße bei Jiri immerhin auch vier bis sechs Tage. Nur gute Bergläufer schaffen es viel schneller. Die Maschine gehörte der regionalen Fluggesellschaft Yeti Airlines. Lukla liegt etwa 150 Kilometer nordöstlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu über der Schlucht des Dudh Kosi River, der das Sherpaland Khumbu inklusive die Vergletscherung auf den Südseiten von Cho Oyu und Everest entwässert. 

Lukla - ein internationaler Treffpunkt
Extrembergsteiger, darunter viele Bergretter aus Österreich, sowie Wanderer und Naturgenießer aus aller Welt kennen diese Landepiste. Nepalesische Fernsehbilder von der Absturzstelle zeigten Mittwochvormittag dichten Nebel über den Trümmern. An Bord der Unglücksmaschine waren neben Deutschen und Schweizern fünf Nepalesen.

Was sind STOL-Flugzeuge?
Die Maschine war vom internationalen Flughafen Kathmandu am frühen Morgen gestartet. Sie stürzte nach Polizeiangaben aus zunächst unbekannter Ursache ab und brannte aus. Twin Otter des kanadischen Herstellers De Havilland sind so genannte STOL-Flugzeuge (Short Take Off/Landing), die für sehr kurze bzw. schwierige Start- und Landepisten gebaut sind. Sie werden auch in der Antarktis, in nordpolaren Regionen sowie in weiten Teilen Kanadas eingesetzt, wo es kaum befestigte Pisten gibt.

Nähere Informationen und Bilder von Landeanflügen auf Lukla 
auf der Website unseres Bundesverbandes: bergrettung.at

 

 (c) Veider Peter
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